Ich gehe davon aus, dass ein stotternder Mensch sein Leben lang ein Stotterer bleibt.
Im günstigsten Fall wird seine Umwelt jedoch nichts davon merken. Dieser Fall bedeutet jedoch nicht, dass er nicht spricht oder gar vermeidet oder
in ein „Nicht-Handeln“ verfällt.
Es bedeutet für ihn vielmehr gradlinig und geschickt zu agieren, immer in Übereinstimmung mit der momentanen Notwendigkeit:
lebhaft, wenn erforderlich,
zurückhaltend, wenn notwendig
und ohne Berechnung;
wie eine Pflanze, die Licht braucht
und dabei intuitiv auf die Sonne zuwächst:
So wird er immer seinen Weg gehen und hat sein Ziel
-wie gesagt, im günstigsten Fall- erreicht
Stottern ist ein Phänomen von vielen Faktoren: Atmung, Stimme, Spannung, Blockaden, Koordination, Intension, Krisen, kognitiven Faktoren u.v.a.m.
Die Krise eines stotternden Menschen ist mehr als hörbar, sie ist offensichtlich.
Diese Krisen können bewältigt werden, wenn grundlegende Faktoren gesichert und mit der momentanen Notwendigkeit abgestimmt werden können.
Diese Bewältigung ist unserer Erfahrung nach am reellsten mit den sogenannten "Non-Avoidance- Verfahren" zu erreichen, wie zum Beispiel der Therapie-Ansatz von C.v.Riper aus Amerika.
Wir sind jedoch auch mit anderen Methodiken vertraut
und sicher in deren Anwendung.