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Ich gehe davon aus, dass ein stotternder Mensch sein Leben lang ein Stotterer bleibt.
Im günstigsten Fall wird seine Umwelt jedoch nichts davon merken. Dieser Fall bedeutet jedoch nicht, dass er nicht spricht oder gar vermeidet oder in ein „Nicht-Handeln“ verfällt.

Es bedeutet für ihn vielmehr gradlinig und geschickt zu agieren, immer in Übereinstimmung mit der momentanen Notwendigkeit: lebhaft, wenn erforderlich, zurückhaltend, wenn notwendig
und ohne Berechnung; wie eine Pflanze, die Licht braucht und dabei intuitiv auf die Sonne zuwächst:
So wird er immer seinen Weg gehen und hat sein Ziel–wie gesagt, im günstigsten Fall- erreicht.
Stottern ist ein Phänomen von vielen Faktoren: Atmung, Stimme, Spannung, Blockaden, Koordination, Intension, Krisen, kognitiven Faktoren u.v.a.m. Die Krise eines stotternden Menschen ist mehr als hörbar, sie ist offensichtlich.
Diese Krisen können bewältigt werden, wenn grundlegende Faktoren gesichert und mit der momentanen Notwendigkeit übereingestimmt werden können. Die grundlegendsten Faktoren eines jeden sind sein Atem, seine Stimme und sein Sprechen. Die Atmung einerseits als essentielle Lebensfunktion sichert nicht nur das Überleben, sondern auch das Erleben- und das weit über kommunikative Aspekte hinaus, wobei die Kommunikation mit der Umwelt das Überleben ebenso sichert, wie die Atmung.
Die Stimme andererseits trägt mit dem Atem Informationen, Kognitionen, Emotionen und vieles mehr mach außen. Das Erlebnis der Kommunikation und des Lebens gründet sich also in Atem und Stimme. Beim Stottern ist häufig gerade diese Kommunikationsbasis gestört.
Das Sprechen sichert die Kommunikation und realisiert die Vermittlung von eigenen Wünschen, Wissen und Erfahrungen.
Weiß ein stotternder Mensch um seine tatsächlichen Fähigkeiten mit diesen beiden grundlegenden Faktoren zu agieren, kann er sich, möglicherweise bevor andere etwas bemerken, aus Krisen befreien, sie auf seinem Weg meistern und vielleicht auch umgehen.
Dennoch: Die Behandlung von stotternden Menschen gilt noch immer als schwer umzusetzen. Sowohl in der Theorie, als auch in den verschiedensten therapeutischen Verfahren herrschen große Unstimmigkeiten. Die angebotenen „Therapien“ und teilweise die nicht haltbaren „Heilsversprechen“ sind nur schwer zu über- und durchschauen. Andererseits gibt es nur wenige spezialisierte Therapeuten und es ist weitgehend unklar, wer in welchem Umfang welche qualifizierte Therapie durchführt. Fragen Sie mich nach meiner Methodik
Meine Arbeit ist ein Versuch, zumindest dem therapeutischen Mangel ein wenig abzuhelfen. Ich kann keine Heilung versprechen, jedoch eine qualifizierte und individuelle therapeutische Unterstützung bei der Modifizierung des eigenen Sprechens anbieten.
Die logopädischen Verfahren suchen die Lösung in einer Verbesserung des Sprechablaufs durch das Antrainieren einer Sprechtechnik oder bestimmter motorischer Muster, um auf die Unterbrechungen im Sprechfluss, die zum Stottern führen, effizienter zu reagieren.
Solch eine simple Technik zu erlernen funktioniert leider nicht, denn eine verfremdete Sprechweise stellt auch aus besten Gründen meistens keine Lösung dar und wird daher meist nach kurzer Zeit abgelehnt und abgelegt. Ich kann also keine Sprechhilfe „anhexen“ ohne auf den Klienten und seine Erwartungen, Sprechängste und Erfahrungen einzugehen.
Daher hat, meines Erachtens, ein Therapiekonzept, welches nicht auch auf die spezifischen Bedürfnisse eines stotterernden Menschen eingeht, keine ausreichende Aussicht auf einen reellen Erfolg.
Also werde ich mit Ihnen gemeinsam einen Weg finden und Sie auf diesem Weg begleiten!
 

Für den Laien ist unter Umständen interessant, dass es – bei 1% Anteil der Bevölkerung und gleichzeitig einer Normalverteilung auf alle Bevölkerungsgruppen – viele berühmte Persönlichkeiten gab und gibt, die stottern. Die folgende Liste ist daher unvollständig.

Als gesichert gelten

Demosthenes, Isaac Newton, Charles Darwin, Gareth Gates, Notker Balbulus, Scatman John, Winston Churchill, Bruce Willis, Hamit Altintop, Marilyn Monroe,
 

„Nicht jeder Zwerg wird ein Feldheer
und nicht jeder Stotterer ein
Großmeister der Sprache.
Aber Stotterer und Zwerge sind stärker
als Schöne und Gesunde motiviert,
eine geniale Begabung
in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider (*1925)
deutscher Autor & Journalist

...diese Liste ließe sich noch erheblich erweitern!